Smart-Home: "Internet der Dinge“ in der Praxis

Das Internet der Dinge: Bitkom-Studie zeigt NutzungsverhaltenExperten wissen schon lange wofür der diffus klingende Begriff „Internet der Dinge“ (IoT) steht – der Verbraucher hingegen lernt die vielfältigen Innovationen derzeit unter dem Begriff „Smart Home“ kennen. Eine Bitkom-Studie liefert Erkenntnisse zum Nutzungsverhalten.

Die Vision eines intelligenten, voll vernetzten Zuhauses, steuerbar über das Smartphone und abgesichert durch eine fernsteuerbare Sicherheitstechnik klingt für viele Menschen so futuristisch wie beängstigend. Fragt man die Verbraucher jedoch nach einzelnen Lösungen, wird erstens das Konzept verständlicher und zweitens die Lösung attraktiver.

Befragt wurden 1004 Personen ab 14 Jahren. Dabei standen die Datenschutzbedenken mit 24% gar nicht so sehr im Mittelpunkt wie die Einschätzung von Aufwand (37%) und Kosten (33%) der entsprechenden Lösungen. Die Hauptaufgabe der Industrie wird es also sein müssen das Thema verständlicher zu machen und im Laufe der Zeit Wege zu finden sich in einem Preissegment einzupendeln, das auch für den Mittelstand attraktiv ist. Vollständige Transparenz über die Ermittlung und Verarbeitung von Daten sollte nichtsdestotrotz selbstverständlich sein.

Die Attraktivität der entsprechenden Lösungen, auf Grundlage einer Erhebung von Fittkau & Maaß Consulting, absteigend gelistet:

  1. Heizung regeln (50,7%)
  2. Fenster / Jalousien öffnen und schließen (44,1%)
  3. Beleuchtung ein- und ausschalten (36,1%)
  4. Kein Interesse an jeglichen Lösungen (22,3%)
  5. Kühlschrankinhalte automatisch nachbestellen (18,7%)
  6. TV via Internet nutzen (18,6%)
  7. Druckerpatronen automatisch nachbestellen (15,4%)
  8. Pflanzen via Internet Fernsteuerung gießen (14,5%)
  9. Babyfon via Internet nutzen (13,3%)
  10. Haustiere via Internet-Fernsteuerung füttern (7,2%)

Das Thema ist immerhin 51% der Befragten bekannt. Einen besonderen Mehrwert sieht man vor allem in Assistenzsystemen für alte und kranke Menschen. Der Branchenverband Bitkom geht von etwa 1 bis 1,5 Millionen Haushalten aus, die bis 2020 Smart-Home Technologie verwenden werden. Eine Problematik bei der Durchsetzung auf dem deutschen Markt sei der hohe Mietanteil von Wohnungen. Einheitliche Standards zur Datenübertragung und Vernetzungen lassen ebenfalls noch auf sich warten. Der Grundstein ist jedoch gelegt. Gerade in kleineren Gebrauchsgütern aus dem Alltag liegt, hinsichtlich Akzeptanz und Marktdurchdringung im Mittelstand, hohes Potential verborgen.

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