IoT: Vernetzte Ökosysteme als Motor des Digitalen Umbruchs

Deutschland hat noch das Potential zu den Vorreitern der IoT-Entwicklung zu zählen.

Laut einer McKinsey-Studie hat das Internet der Dinge (IoT) in zehn Jahren einen ökonomischen Mehrwert von elf Billionen Dollar. Die deutlichsten Veränderungen werden Fabriken, Städte und der Health-Sektor erleben.

Der angegebene Wert von elf Billionen Dollar entspricht zwei Dritteln der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA. Diese Erkenntnis ist Teil der McKinsey Studie.

Mehr Effizienz

Die Vorteile lägen darin, dass Unternehmer effektiv Kosten senken könnten, während Verbraucher Zeit sparen und Produkte billiger erhielten. Die Vision ist es, dass Geräte bis zur letzten Schraube mit Chips und Sensoren versehen sind und komplett automatisiert mit der Produktionsstätte in Verbindung stehen. Ausfällen soll so vorgebeugt und manuelle Reparaturen vermieden werden.

Im Bereich der Verkehrskoordination soll die Technologie dabei helfen Staus zu vermeiden. Mülltonnen werden nur noch geleert, wenn sie voll sind. So soll ein Einsparungspotential von 1,7 Dollar geschaffen werden.

IoT ist bereits im Einsatz

Der prominenteste IoT-Bereich ist aktuell wohl der Health-Sektor. Intelligente Technologie, welche in der Lage ist kritische Werte im Bezug auf die Herzleistung oder den Blutzuckerspiegel zu erkennen, gibt es jetzt schon. Ebenfalls in einigen Haushalten angekommen sind Technologien, die unter dem Sammelbegriff „Smart Home“ zusammengefasst werden können. Eine intelligente Temperatursteuerung ist hier nur eine der unzähligen Möglichkeiten.

Deutschland könnte Vorreiter sein

Was derzeit fehlt, sind verlässlichere Standards und klare gesetzliche Vorgaben. Weiterhin muss geklärt werden, wie sensible Techik (bspw. Herzschrittmacher oder selbstfahrende Autos) gegen Hacker-Attacken geschützt werden können. Wachstumsmotor Deutschland hat noch das Potential zu den Vorreitern der IoT-Entwicklung zu zählen. Hinsichtlich eines künftigen Wohlstandes ist dies laut McKinsey sogar unumgänglich, denn keine andere Technologie werde bis 2025 mehr Umsatz und Arbeitsplätze generieren. McKinsey-Experte Andreas Tschiesner sieht das Potential bei 4,8 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Das entspricht 207 Milliarden Euro.

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