Input Management: Digitalisierung im Vormarsch

Quelle: DVPT Deutscher Verband für Post und Telekommunikation (aus einer Mitglieder-Umfrage) Quelle: DVPT Deutscher Verband für Post und Telekommunikation (aus einer Mitglieder-Umfrage)

In der wenig vernetzten Informationslogistik und den oft starren Verwaltungsprozessen der Unternehmen schlummern erhebliche Potentiale für Einsparungen. Allerdings haben längst nicht alle Unternehmen die Notwendigkeit zur Veränderung erkannt. Zu diesem Fazit kommt der Deutsche Verband für Post und Telekommunikation (DVPT) in einer aktuellen Mitglieder-Information – und empfiehlt seinen Mitgliedern, konsequent und nachhaltig in Poststelle, Input Management und IT zu investieren.

Die von Experten mit dem Trendbegriff „Digitale Transformation“ betitelte Aufbruchstimmung in den Unternehmen ist längst von einem gemäßigten Anpassungsdruck zu einem Sparzwang geworden, konstatiert der DVPT. Prozesse und Dienstleistungen würden nun analysiert und Schritt für Schritt effizienter gestaltet. Denn in der Digitalisierung der Geschäftsprozesse und Vernetzung der Kommunikation liegen enorme Einsparpotentiale. Diese zu heben setzte aber voraus, dass „die Informationsprozesse zusammenhängend und ganzheitlich betrachtet werden“.

Längst sei aus dem gemäßigten Anpassungsdruck des Digitalen Wandels ein „Sparzwang in den Verwaltungsprozessen“ erwachsen, der immer weiter zunimmt. In der allgemeinen Verwaltung schlummern wenigstens 15-20 Prozent Einsparpotentiale.

Die Zahlen basieren auf einer nicht repräsentativen Umfrage, in der Verantwortliche aus Logistik und Postmanagement aus Deutschland und Österreich zu ihren Erwartungen für die nahe Zukunft befragt wurden. Demnach geht ein gutes Drittel der Entscheider von einem erheblichen Rückgang (bis zu 30 Prozent) der Briefmengen in den kommenden 3 Jahren aus. Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass man an der Digitalisierung der eingehenden Post arbeite. Angesichts dieses hohen Anteils kommentiert der DVPT einschränkend, dass in erster Linie „elektronische Rechnungen eine weite Verbreitung finden, in Österreich sogar bei einigen Bundeseinrichtungen zur Pflicht werden“. Eher seltener ist offensichtlich die „ganzheitliche“, über alle wesentlichen Kanäle und Geschäftsprozesse laufende Digitalisierung gemeint.

Den „digitalen Aktionismus“ führen die Befragten überwiegend auf den gestiegenen Kostendruck (15 Prozent) zurück. „Die Verantwortlichen sollten jetzt initiativ werden und nicht warten, bis die Welle der Digitalisierung sie unvorbereitet trifft“, kommentiert Süleyman Arayan, CEO der ITyX Gruppe die Hinweise des DVPT. Arayan ist seit Jahren ein gefragter Spezialist rund um die Digitalisierung von Geschäftsprozessen in Poststellen und Back Office Organisationen. „Speziell die Poststellen spielen eine wichtige Rolle“. Denn sie seien das Eingangstor für Unternehmensprozesse und sollten mit allen nachgelagerten Bereichen eng verzahnt werden.

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