Was hält Euch App? Wie Kunden über Banken denken

Digitalisierung: Konsumenten fühlt sich in punkto Datensicherheit bei Banken gut aufgehoben Die Digitalisierung verändert die Geschäftsmodelle  – das Vertrauen bleibt: Die Mehrheit der Konsumenten fühlt sich in punkto Datensicherheit bei Banken besser aufgehoben als bei Unternehmen aus dem Silicon Valley. Diesen Vorsprung sollten die etablierten Unternehmen der Branche nutzen, bevor ihnen Quereinsteiger und Startups mit ungewöhnlichen Ideen den Rang ablaufen. Ein wichtiger Trend: die intelligente Verknüpfung und Nutzung von Kundendaten.

Laut einer Umfrage des Bankenverbandes sind 80% der europäischen Verbraucher der Meinung, dass ihre persönlichen Daten bei Banken gut geschützt sind. Ein wertvoller Vertrauensbeweis – der allerdings nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass der Finanzsektor vor großen Herausforderungen steht. Denn mit der Digitalisierung verändert sich das Kundenverhalten. Banken sind gezwungen, ihre Geschäftsmodelle neu auszurichten.

Die Erwartungen steigen

Wie eine europaweit durchgeführte Studie zeigt, bearbeiten heute bereits drei von vier Bankkunden mindestens einmal pro Woche ihre Bankgeschäfte online und 32% der Befragten benutzen dafür mobile Endgeräte. Damit steigen die Erwartungen: Digitale Services sollten nutzerfreundlich und jederzeit verfügbar sein. Entsprechen sie diesem Standard nicht, sind mehr als ein Drittel der Befragten trotz der hohen Vertrauensbasis bereit einen neuen Anbieter zu suchen.

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Doch nicht nur das. Immerhin ein Fünftel der Befragten wäre so risikofreudig, dass es sich auch auf die Dienstleistungen branchenfremder Anbieter wie Google, Amazon und Facebook einlassen würde. Neben den IT-Konzernen drängen Startups auf den Markt, die den renommierten Finanzhäusern ebenfalls ihr Kerngeschäft streitig machen könnten. Mit ihren innovativen und digital ausgerichteten Strategien kratzen Nischenanbieter an der Marktmacht der Banken in Zahlungsverkehr und Kreditvergabe. Ein Trend, der sich verschärfen wird, sollten traditionelle Anbieter es versäumen, rechtzeitig in ihre digitale Infrastruktur zu investieren.

Dauerbrenner Big Data

Gut, erste Schritte sind getan: Digitale Anwendungen für mobile Endgeräte wurden entwickelt, Kontoeröffnung und Kontoführung sind mobil möglich und die Echtzeit-Verbuchung steht vor der Tür. Doch damit ist das Digitalisierungspotenzial der Finanzidienstleister längst nicht ausgeschöpft. Ein beachtliches Potenzial liegt in Big Data, dem Management der Datenmenge, die Banken und Sparkassen zur Verfügung steht. Intelligent verknüpft mit externen Marktdaten ermöglicht sie ein individuelles, umfänglicheres Leistungsangebot – ein bedeutender Zukunftstrend für die Branche.

Es darf als Relikt der analogen Achtziger Jahre gewertet werden, dass Kunden ihre persönlichen Daten ungern preisgeben. Ein immer größer werdender Anteil der Bürger gibt Daten durchaus gerne frei, wenn damit ein Zugewinn an Komfort verbunden ist. 97% aller Kunden wünschen sich sogar eine proaktivere Haltung ihrer Finanzdienstleister. Mehr als ein Drittel der Befragten würde seine Daten zur Verbesserung seiner Kreditwürdigkeit freigeben, drei von fünf Kunden für die Senkung von Hypothekenzahlungen und nahezu die Hälfte würde Empfehlungen auf Basis ihrer Daten akzeptieren.

Unternehmen, die diesen Service bieten wollen, brauchen eine technologische Infrastruktur, die Kunden- und Marktdaten lückenlos erfasst und sie intelligent miteinander verknüpft. Nach einer Analyse von Bain & Company gelingt dies nur “durch die Verfolgung eines konsequenten Omni-Channel-Ansatzes und eine über alle Kanäle nahtlose und bedürfnisgerechte Ansprache der Kunden.“

Doch nicht nur die interne Vernetzung aller Daten wird empfohlen, auch nach außen wird heutzutage in Netzwerken gedacht. Kooperationen und Joint Ventures können wertvolle Synergien schaffen, die neuen Dienstleistungen und innovativen Technologien einen effizienteren Weg auf den Markt bereiten. Sind unsere Banken bereit dafür?

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