Die Auferstehung der E-Mail

Die Auferstehung der E-MailDer Geschäftsführer von AIIM, John Mancini, hat sich in seiner Blogreihe Prediction Time Gedanken über den Stellenwert der E-Mail im Jahr 2015 gemacht und kommt zu dem Schluss „Die E-Mail wird wieder cool.“

Mehrfach sei in der Vergangenheit der Tod der E-Mail als primärer Kommunikationskanal von Unternehmen zugunsten sozialer Systeme heraufbeschworen worden. Mittlerweile ist er der Auffassung, dass aufgrund diverser Innovationen derzeit genau das Gegenteil der Fall ist. Die Menschen haben wieder Spaß an Mails. Dies macht Mancini an folgenden Beispielen fest:

1. Google Inbox – Auf Grundlage von Gmail hat Google ein neues Produkt entwickelt, das E-Mails gänzlich anders organisiert. Gruppiert, übersichtlich, frisch und mit automatisierter Erinnerungsfunktion. Derzeit kann man sich nur per Einladung registrieren. In Kürze dürfte der Dienst allen Nutzern zur Verfügung stehen. Eine neue Adresse ist nicht vonnöten, wenn bereits ein Gmail-Konto vorhanden ist.

2. IBM Verse – Auch IBM hat ein neues Konzept auf den Weg gebracht. Zusammengefasst lässt es sich unter dem Motto „Ihre E-Mail versteht Sie“ zusammenfassen. Ein Blick auf die Seite des Tools offenbart eine anregende Versprechung: „Stellen Sie sich E-Mails vor, die für Sie arbeiten, statt Sie arbeiten zu lassen.“ Konkret hat IBM die Vorzüge an Vorher-Nachher-Beispielen festgemacht. Statt zwischen verschiedenen Plattformen zu switchen, können Multitasker Mail, Social Media und Kalender von einer Zentrale aus verwalten. Statt manuell Anhänge suchen zu müssen, schließt die Suche diese direkt mit ein. Diese und viele andere vielversprechende Features sind IBMs Ansatz E-Mail zu modernisieren.

3. Acompli – Microsoft hinkt diesen Entwicklungen zwar noch etwas hinterher, dürfte mit dem Erwerb von Acompli aber in Kürze ebenfalls eine eigene Smart Social Dashboard Lösung im Gepäck haben, um die verschiedenen internen Mail und Cloud-Lösungen mit externen Kanälen nutzerfreundlich zu vereinen.

Mancini prophezeit auf Grundlage dieser Neuinterpretationen des alten Mediums einen Aufschwung. Mails sollen nicht länger isoliert in Posteingängen abgewickelt werden, sondern - mit intelligenten Analytics- und Organisationslösungen verknüpft - einen neuen Standard in der Nutzerfreundlichkeit schaffen. Der Wettbewerb unter den Big Playern ihre Technologie im Consumer-Bereich als führend zu etablieren tun ihr übriges dazu.

Wie sehen Sie das? Hat E-Mail jemals an Relevanz eingebüßt? Haben die neuen, intelligenten Lösungen mit Social Hub Features das Potential klassische Lösungen auf breiter Ebene abzulösen? Wir sind gespannt auf Ihren Kommentar.

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