Wie das Internet der Dinge den Datenaustausch revolutioniert

Das Internet der Dinge verlangt von Unternehmen, dass sie die entsprechende Infrastruktur schaffen und voll vernetzt sind.Das Internet der Dinge (IoT) ist auf dem Vormarsch. Schon heute steuern wir zahlreiche Geräte über unsere Smartphones - künftig werden es nahezu alle in unserem Umfeld befindlichen Gegenstände mit Bedienungsfunktion sein. Diese intelligente (Voll-)Vernetzung unseres Alltages geht einher mit einem fundamentalen Wandel des Datenaustausches. “Das Internet der Dinge führt zum Internet der Dokumente”, resümiert Experte Walter Trezek, CEO von Document Exchange Network.1

Hinter IoT, auch Internet of Everything genannt, steht der einfach Gedanke, alles mit allem zu vernetzen. Fahrzeuge, Häuser, Haushaltsgeräte - sämtliche Gegenstände unseres Alltages werden in naher Zukunft über integrierte Hochfrequenz-Chips (RFID-Tags) direkt mit dem Internet verbunden und an mobile Endgeräte gekoppelt sein. Wir werden so von überall mit unseren Geräten kommunizieren können - und sie mit uns. Ob Störungen, Wartungen, Bedarf nach Ersatzteilen oder Pflege – Geräte melden sich automatisch mit Informationen über ihren Zustand bei uns oder direkt beim Service-Dienstleister.

Kommunikation im ursprünglichen Sinn ist das nur bedingt: Die Vollvernetzung unseres Alltages basiert vielmehr auf einem ständigen, automatisierten und intelligenten Austausch von Daten. Nach Trezek gilt „der Leitsatz, dass alles mit allem, immer und überall vernetzt ist, ganz besonders für die dokumentenbezogene Kommunikation.“ Denn Alltagsgegenstände liefern in dem beschriebenen Szenario des „Internet of Everything“ permanent Informationen an ihre Konsumenten, auf die diese wiederum reagieren und damit Unternehmen wertvolle Informationen liefern.

Mit diesem Zyklus ist eine neue Dimension des Dokumentenaustausches erreicht oder in den Worten Trezeks: das Internet der Dokumente. Der Umfang an textbasierter Kommunikation hat bereits in den vergangenen Jahren enorm zugenommen – seit 2006 um das 14-fache. Nimmt man den Wert für die sprachbasierte Kommunikation hinzu – ihr Umfang hat sich im gleichen Zeitraum nur um 1 ½ fache vergrößert – wird das Ausmaß deutlich. Von einem weiteren bedeutenden Anstieg ist auszugehen.

Gleichermaßen wachsen die Herausforderungen an Unternehmen. Immer noch befinden sich viele deutsche Organisationen in der Transformation von analogen zu digitalen Dokumenten. Doch bei der reinen Ablösung von analog durch digital wird es nicht bleiben. Wollen Unternehmen den Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht werden und mit den weltweiten Entwicklungen Schritt halten, wird sich auch die Art der elektronischen Dokumentennutzung grundlegend ändern müssen.

In der Digitalisierung von Geschäftsprozessen wird es nicht nur darum gehen, große Datenmengen zu verwalten und dementsprechende Cloud-Lösungen zu schaffen, sondern ebenso wichtig wird es sein, die darin enthaltenen Informationen zu erfassen, zu analysieren und so bereitzustellen, dass sie jederzeit und an richtiger Stelle abrufbar sind und signalisieren, ob Handlungsbedarf besteht.

Damit alles mit allem vernetzt sein kann, müssen Prozesse vollautomatisiert werden. Systeme müssen ganzheitlich gedacht werden, durchgehend vernetzt sein und basierend auf künstlicher Intelligenz eigenständig arbeiten können. Nur so ist ein konstanter Austausch von Informationen gewährleistet. Und nur so, können Unternehmen in Echtzeit und über die richtigen Kanäle auf die individuellen Wünsche ihrer Kunden reagieren.

Kurzum: Das Internet der Dinge verlangt von Unternehmen, dass sie die entsprechende Infrastruktur schaffen, vollvernetzt sind und technisch aufrüsten. Sie sollten sich zudem als Teil eines digitalen Ökosystems betrachten, in dem permanent Informationen ausgetauscht werden und sich alles selber reguliert. Die Herausforderung an Unternehmen besteht demnach nicht nur in der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und der Schaffung einer entsprechenden Logistik. Sie beruht auch einem veränderten Verständnis der eigenen Organisation, die als Teil eines digitalen Ganzen nur über eine größere Offenheit und Kollaboration fortbestehen kann.

Mit dem Anstieg des Datenaustausches und der Vernetzung im digitalen Ökosystem steigt nicht zuletzt der Bedarf an rechtlicher Absicherung. Auch hier ist die Entwicklung im vollen Gang: Die von der Europäischen Union ins Leben gerufene „Digital Service Infrastructure“ (DSI) schafft die gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für die digitale Entwicklung in Europa und setzt die Standards für die gesicherte Übermittlung elektronischer Dokumente.

In unserem Interview mit Walter Trezek auf der ITyX User Conference 2015 erläutert er mehr über IoT und das Internet der Dokumente:

https://youtu.be/0rQ4EXUMpzI

1 Das “Internet der Dinge” führt zu einem “Internet der Dokumente”, Walter Trezek, Communication Logistics Specialists / CLS, a brand of – Document Exchange Network GmbH

Eine gute Infografik zum Thema IOT und seine Auswirkungen haben wir bei RS Components gefunden:

Brought to you by RS Components

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