Überleben im digitalen Wandel

Auswirkungen des digitalen Wandels und die disruptive Natur damit verbundener, neuer Geschäftsmodelle Über die Auswirkungen des Digitalen Wandels und die disruptive Natur damit verbundener, neuer Geschäftsmodelle wurde schon viel gesagt und viel geschrieben. Doch welche Handlungsoptionen leiten sich aus dem Siegeszug der digitalen Newcomer für klassische Betriebe ab?

Zunächst bleibt festzuhalten, dass die digitale Revolution nicht nur einen reißerischen Namen trägt, sondern strukturell und technologisch wirklich komplett neue Wege beschreitet. Mit der Haltung lediglich an ein paar Stellschrauben drehen zu können, wird man mittelfristig sehr wahrscheinlich scheitern.

In einem aktuellen Blogeintrag spitzt Kai Nörtemann es mit folgender Hypothese zu: „In der radikalsten Form besteht ein Unternehmen nur noch aus Marketing und Vertrieb, Robotern, kognitiven Systemen und ein paar Dienstleistern, die das unvermeidlich Manuelle tun – natürlich ebenfalls unter Kostendruck.“

Die Arbeitskraft in dieser Zukunftsvisionen Nörtemanns ist ein kreativer Problemlöser, der vor allem auf Grenzen und Fehler kognitiver Computersysteme reagiert. Den größten Teil des Arbeitsmarktes für den Rest der Gesellschaft sieht er im Pflegebereich. Eine dystopische Vorstellung, die nicht das Bild der technisierten Wohlstandsgesellschaft abbildet, das Befürworter gerne zeichnen. Eine solche Vision schließt immer noch eine Menge Menschen von der Arbeitswelt aus. Statt Massenarbeitslosigkeit könnte jedoch eine Parallelgesellschaft aus Selbstversorgern entstehen. In diesem Punkt bezieht sich Nörtemann auf den Ex-Vize-Präsident der Vereinigten Staaten Al Gore und einigen Zukunftsforschern.

Eines ist jedenfalls sicher: Aufhalten lässt sich Technologie nicht. In einer globalisierten Welt wird der Konkurrenzdruck immer neue Entwicklungen beflügeln. Regulierung ist notwendig, aber auf internationaler Ebene kaum einheitlich durchführbar. Insofern besteht die Aufgabe für Unternehmen und Individuen darin, sich an die Entwicklungen anzupassen.

In der Tat bedeutet dies aktuell vor allem Investition in Automatisierung, Abbau von innerbetrieblichen Datensilos, Fokussierung auf mobile Endgeräte im Rahmen einer Multichannel-Strategie und verstärkte Bemühungen im Bereich Marketing und Kommunikation.

Sie haben Fragen, Anregungen oder wollen Ihre Erfahrungen teilen? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar zum Thema.

Der Artikel hat gefallen? Dann gerne teilen!