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Enterprise 2.0: Social Media durchdringt die Unternehmenskommunikation

Fussballer tun es. Popsternchen und Filmstars auch. Sigmar Gabriel und Peter Altmeier versuchen sich daran. Rupert Murdoch tut es gar redselig. Der Mikroblogging-Dienst Twitter entwickelt sich stetig zur 24/7 Pressekonferenz für VIPs. Der noch vor zwei Jahren als „Wackelkandidat des Social Media Hypes“ gehandelte Echtzeit-Ticker wächst. Die CEOs der Fortune 500 Unternehmen hingegen sind äußerst zurückhaltend mit der Nutzung von Twitter. Gerade mal neun von ihnen twittern aktiv, 19 sind lediglich angemeldet. So die Erkenntnisse aus dem Fortune 500 Social CEO Index Report.

Holger Schmidt hat in seinem Beitrag „Twittern für die Karriere“  aber genauer hingeschaut. Der Blick ins mittlere Management – in der Regel mit den sechsstelligen Jahresgehältern – offenbare ein ganz anderes Bild: „Vier von fünf Managern in deutschen Unternehmen nutzen regelmäßig soziale Netzwerke“.

Ist dies ein weiteres Beispiel für die schleichende Durchdringung der Unternehmenskommunikation durch soziale Netzwerke, Corporate oder Micro-Blogs? Die von Spiegel-Journalist Ole Reißmann als „Brückentechnologie“  enttarnte E-Mail sei für die Kommunikation deutlich unkomfortabler. „Machen wir uns nichts vor“, schreibt Reißmann. „Schneller und einfacher als per E-Mail geht es mit Kurznachrichten, die via Facebook und Smartphone verschickt werden.“Enterprise 2.0: Social Media durchdringt die Unternehmenskommunikation

ITyX CEO Süleyman Arayan sieht durchaus das enorme Potential von Social Media für die unternehmensinterne Kommunikation. „Im vernetzten Unternehmen sind die Mitarbeiter jederzeit über den Fortlauf ihrer Angelegenheiten und Projekte informiert. Nicht die Mitarbeiter suchen die Nachricht – die Nachricht findet die Mitarbeiter“.

Social Media habe den Einzug in den Alltag der Menschen gefunden und jetzt schafften diese Werkzeuge ebenso den Weg vom Probieren zum Professionalisieren, stellt der Cloudprise-Blog fest. „Die Flut an E-Mails, die zum Beispiel durch Mitarbeiterkommunikation und Projektzusammenarbeit zusätzlich erhöht wird, kann durch den gezielten Einsatz von Netzwerken und Mikroblogging-Systemen effektiv abgebaut werden“, resümiert man dort zum Thema „Enterprise 2.0 – Der Einsatz von Social Media in der Unternehmenskommunikation“.

Diese Entwicklung unterstreicht auch die Bedeutung der Neuen Künstlichen Intelligenz (nKI). Denn neben der Kommunikationsvernetzung wird auch für die inhaltliche Vernetzung (welche Informationen sind im Kontext des Informationsverhaltens eines Mitarbeiters relevant?) voranschreiten müssen. Welche Information ist wichtig? Welche nutzlos?

„Dynamische Wirtschaft hat einen wachsenden Bedarf an Information. E-Mail, Web und Social Media erzeugen aber nur eine nutzlose Datenflut, in der Information jämmerlich ertrinkt“, kommentiert Dr. Gerhard Wohland vom Institut für dynamikrobuste Höchstleistung. „Neue Künstliche Intelligenz macht das Problem lösbar, weil Nutzloses von Relevantem unterschieden werden kann.“

Bei aller Euphorie im Hinblick auf die vernetzte Kommunikation des Enterprise 2.0 sollte nicht vergessen werden: für unsere Kunden bleibt die E-Mail der beliebteste Kommunikationsweg zur Kontaktaufnahme mit Unternehmen. „Solange sich Unternehmen zur Beantwortung von E-Mail Anfragen ihrer Kunden Reaktionszeiten einer Postkarte gönnen, liegt das ‚Social Enterprise‘ noch in weiter Ferne“ sagt ITyX CEO Arayan.

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